Erforschung von Sorten des mallorquinischen Johannisbrotbaums

Es Garrover Pilotprojekt auf Mallorca:

Koordinatorin; Juana Verger

Morphologische und chemische Bestimmung von sechs Sorten des mallorquinischen Johannisbrotbaums.

Joan Vidal, Mario Grau und Jaume Seguí

 

Der Anbau von Johannisbrot hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erfahren, da seine agronomischen und ernährungsphysiologischen Qualitäten, wie z.B. die geringe Anzahl von Schädlingen und Krankheiten, eine nachhaltige Kultur und die einfache Anpassung an knappe Wasserressourcen und arme Böden sowie eine erhebliche kommerzielle Diversifizierung, unter anderem von Tierkleie über Verdickungsmittel, Konservierungsmittel, Johannisbrotpulver und Melasse, aufweisen. Darüber hinaus sind die Balearen einer der größten Produzenten von Johannisbrot in Spanien, mit einer großen Anzahl eigener Sorten.

Diese von FOGAIBA (Fons de Garantia Agrària i Pesquera de les Illes Balears) subventionierte Pilotstudie im Rahmen der „Mindestbeihilfe für Pilotprojekte und Unterstützung bei der Entwicklung neuer Produkte, Praktiken, Verfahren und Technologien 2017“ wurde von dem Unternehmen Es Garrover de Mallorca SL durchgeführt, um die Forschung und Entwicklung des ökologischen mallorquinischen Johannisbrotes zu fördern. Insbesondere soll das morphologische und chemische Wissen über sechs der wichtigsten Sorten auf Mallorca erweitert werden, um das wirtschaftliche Potenzial jeder einzelnen Sorte zu analysieren.

Die untersuchten Sorten waren: Bugadera (aus dem Llevant Gebiet von Mallorca), Duraió, Roja und Pic d’abella (von Raiguer) sowie Vera und De la mel (von Pariatge de Mallorca).  Von etwa 15 Johannisbrotbohnen pro Sorte wurden die morphologischen und chemischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten analysiert.

Was die Morphologie betrifft, so wurde festgestellt, dass die Bugadera-Sorte aufgrund ihres Fruchtfleisches von größerem agronomischem Interesse ist, da sie breitere und längere Johannisbrotbohnen aufweist. Während die Sorten Vera und Red einen höheren Ertrag in Bezug auf Johannisbrot und aus diesem Grund, den höheren Handelswert, aufgrund des hohen Marktwertes der Johannisbrot haben. Was den chemischen Teil betrifft, so wird Saccharose als der repräsentativste Zucker aller untersuchten Sorten bestimmt, was den hohen Pinitolgehalt in Bezug auf Glukose und Fruktose in den mallorquinischen Sorten unterstreicht. Mel neigt dazu, die höchste Fruktosemenge zu haben, während die Sorten Pic d’abella, Roja und Duraió den höchsten Proteingehalt aufweisen.

Wir betonen das Ernährungsinteresse der untersuchten mallorquinischen Sorten im Vergleich zu anderen Halbinselsorten aufgrund ihres hohen Pinitolgehalts. Bei den mallorquinischen Sorten war der zweitwichtigste Zucker Pinitol, im Gegensatz zu den anderen Sorten, bei denen Fruktose der zweitwichtigste Zucker ist. Dieses Ergebnis ist von großem Interesse aufgrund der Vielzahl der positiven Eigenschaften von Pinitol; entzündungshemmend, antihyperlipidisch, antioxidativ, hepatoprotektiv, immunsuppressiv, anti-aging, Kreatinretentionsstimulanzien, Alzheimer meliorativ, krebshemmend und antidiabetisch, unter anderem, so dass die chemischen Eigenschaften der mallorquinischen Sorten von Johannisbrot genauer untersucht werden sollten.

Als letztes Fazit, je nach Art des Interesses, sei es Johannisbrot oder Zellstoff, fallen die Sorten Red und Vera bzw. Bugadera auf. Hervorzuheben ist der hohe Anteil von Pinitol und Saccharose an den Gesamtzuckern. Darüber hinaus würden wir die Sorte Duraió aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften, ihrer Johannisbrotausbeute und ihres Zellstoffgehalts für die ausgewogenste Sorte halten.